Heiner Kleinjohann Quintett feat. Maria de Fatima

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zurück | Die samtige Stimme der Portugiesin Maria de Fatima, die mit nuancenreichem Gefühl und elegant-warmherzigen Kehlkopftönen, den Stücken ein wenig Latin-Jazz einhaucht, harmoniert wunderbar mit der hochkarätigen Rhythmusgruppe im Hintergrund. Im Song „Just a Dream“ schließt sie ihre Augen, fühlt sich in die Takte hinein, die Schlagzeuger Christian Schönefeld und Bassist Alex Morsey ihr vorgeben. Beinahe filigran vibriert ihre Stimme. Dann Stille. Melancholisches Innehalten. Plötzlich der euphorische Aufschwung mit dem Erfolgs-Trompeter Christian Kappe:

Rastlos fliegen seine Finger über die Ventile, hinter ihm steigt Alex Morsey wild an den Saiten seine Basses zupfend ein. Er tanzt förmlich mit seinem Instrument. Heiner Kleinjohann stößt helle Klavierklänge aus dem Ressonanz-Körper des Flügels - und de Fatima erhebt lautstark ihre Stimme. Dabei singt sie sich niemals in den Vordergrund, sondern lässt jedem der Musiker Freiraum für Soli. Eine Mischung, die unentwegt zwischen Melancholie und Euphorie schwankt, verpackt in lupenreine musikalische Professionalität. Das ist zeitgenössischer Spitzenjazz.

von Leon Scherfig